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REVIEW – Black Friday Sale

Am vergangenen Freitag nahm ein Grossteil der deutschen Webshops am sogenannten Black Friday teil: Viele Internet-Händler boten Rabatte auf einzelne Produkte von bis zu 90 Prozent, um dadurch die User zum Kauf zu animieren. Warum viele Aktionen ein Erfolg waren, andere aber nicht und was man als Händler selber beachten sollte, erklären wir in unserem heutigen Blogbeitrag.

Von Jahr zu Jahr wird der Black Friday Sale im Online Handel immer besser und es machen immer mehr Händler mit, was natürlich auch für eine grössere Bekanntheit sorgt. Diesmal waren es nicht nur die Elektronikhändler, sondern es gab Angebote aus allen Kategorien – Fashion, Haushalt, Kaufhäuser etc. So konnten am Freitag, den 29.11.2013, wieder diverse neue Besucher- und Umsatzrekorde verzeichnet werden, obwohl freitags eigentlich generell eher ein schwacher Tag ist. Der deutschsprachige Raum ist aber noch weit entfernt von der „Black-Friday“-Kultur, die in England oder eben dem Ursprungsland USA herrscht.

Natürlich gibt es auch Schattenseiten des Black Friday Sales, ganz speziell für Händler. Stellen Sie sich als Online Händler folgendes Horror-Szenario vor: Die angebotene Ware ist gut, die Käufer sind bereit, Geld auszugeben, und bereits in den Webshop gelotst – und dann bricht der Shop unter dem Ansturm zusammen. Und genau das ist vielen Internet-Händlern passiert (auch vielen BIG PLAYERN), und zwar ausgerechnet am Black Friday, einem der größten Umsatzbringer des Jahres.

Das sollten Sie als Online Händler beachten

Die meisten Verbraucher können sich momentan noch nichts unter dem Black Friday vorstellen und somit ist hier noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten, warum überhaupt Aktionen gestartet werden. Man sollte also den Kunden erklären, was für Angebote es geben könnte beziehungsweise welche Angebote es am Black Friday konkret geben wird, und warum. Noch haben die meisten Kunden schlicht keine direkten Vorstellungen, was sie unter Black Friday erwarten könnte.

Vermeidbare Kapitalfehler & mögliche Folgen

Man sollte unbedingt vermeiden, falsche Hoffnungen zu wecken. So werben immer wieder viele Händler mit Rabatten auf die UVP und gehen damit sogar offensiv raus. Auch werden im Zweifel oft nochmal die Preise kurz vorher künstlich hochgesetzt, um grössere Rabatt-Gutscheine rausgeben zu können. In Zeiten vollkommener Preistransparenz und sozialer Netzwerke führt sowas aber nur zu verärgerten Kunden, die dann enttäuscht sind und nicht nur nichts kaufen, sondern auch noch eine schlechte Erfahrung mit dem entsprechenden Webshop verbinden. Die Gefahr ist dabei, dass sich Kunden in die Irre geführt oder betrogen fühlen.

Sensible Kundenreaktionen – positiv & negativ

Da der Black Friday auf einen Freitag fällt, ist die Lieferung am Samstag natürlich schwer zu bewerkstelligen, wäre aber eine tolle Verstärkung der User Experience, wenn man sich als Händler gezielt darauf vorbereitet. Wer ein Schnäppchen gemacht hat und dieses auch noch direkt am nächsten Tag bekommt, wird den jeweiligen Anbieter langfristig in guter Erinnerung behalten. Das ist das ultimative Positiverlebnis.

Am Black Friday erwarten natürlich alle grosse Rabatte und so ist die Marge klein oder man macht sogar Verlust mit einem beworbenen Top-Produkt und hat dann verständlicherweise keine grossen Mengen im Lager. Nichts ist aber ärgerlicher, als wenn Abertausende Kunden auf den Start hinfiebern und das gewünschte Angebot ist noch innerhalb der ersten paar Minuten ausverkauft. Der Kunde fühlt sich betrogen: teilweise zu recht – der Lockvogel lässt grüssen -, teilweise aber sicherlich auch zu unrecht. Denn wenn der Preis attraktiv genug ist, schwinden auch noch so grosse Mengen in Sekunden. Eine realistische Einschätzung der eigenen Lagerhaltung und eine gute Versandabwicklung ist das A und O für Aktionstage.

Verfügbarkeit & Performance

Wie schon erwähnt war einer der grossen Probleme vieler Onlineshops, der enorme Ansturm der Kunden. Dadurch entstanden lange Ladezeiten und teilweise sogar Timeouts. Viele Shops waren teilweise stundenlang nicht mehr erreichbar. Als Onlineshop Betreiber sollten Sie sich schon im voraus Gedanken über ihre Shopperformance machen, wenn Sie bei solchen Aktionen teilnehmen.

Misslungene Beispiel

Das mit Sicherheit negativste Beispiel dieses Jahr war der Anbieter Black Friday Sale. Es wurde mit falschen und vollkommen unrealistischen Rabatten – bis zu 90 Prozent – groß geworben, und auch Produkte und Marken wurden beworben, die dann letztlich gar nicht im Angebot waren. Am Ende wurden noch nicht mal selber Produkte angeboten, sondern einfach nur auf die Angebote anderer Händler verlinkt, und dann teilweise auch noch mit falschen Rabatten. Man hat Erwartungen geschürt, die nicht annähernd erfüllt werden konnten – und so kam es dann natürlich auch zum vollkommen nachvollziehbaren Shitstorm.

Lernen von Amazon

Amazon ist inzwischen dazu übergegangen aus dem einen Kauftag mehrere Tage zu erschaffen. Und so wirbt Amazon mit attraktiven Angeboten nicht nur am Black Friday, sondern über eine ganze Woche („Cyber Monday Woche“) in den Dezember und geht nahtlos in den darauf folgenden Adventskalender über. Sehr schlau. So etwas kann man natürlich nur mit dem entsprechenden Sortiment und attraktiven Angeboten machen. Hat man nämlich täglich nur ein Produkt, erwartet man hier ein herausragendes Angebot. Amazon dagegen bietet auf mehrere hundert Produkte gute bis sehr gute Preise an und nur ganz wenige an dem Tag sind die wirklichen Schnäppchen, die eben die Virilität und den Suchtfaktor einer solchen Aktion verursachen. Ich denke, nur ganz wenige Händler in deutschsprachigen Raum können dieses Konzept aber auch auf sich anwenden.

(Quelle: internetworld.de)

 
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